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Dear expats, can you please like the below article about expats, we need you in on this one. And if possible write a comment also. Too many negative once and we need you to

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«Ohne Expats wäre die Schweiz in Schwierigkeiten» Von Patricia Helbling (http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Ohne-Expats-waere-die-Schweiz-in-Schwierigkeiten/story/30445356)

. Aktualisiert am 06.11.2013

137 Kommentare (http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Ohne-Expats-waere-die-Schweiz-in-Schwierigkeiten/story/30445356?comments=1)

Nach Jahren im Land kehren viele Expats der Schweiz den Rücken. John Wubbe, Präsident von Züri Expats, erklärt, welche Ausländerfeindlichkeit besonders schwer wiegt und wo Schweizer mehr Geduld haben sollen.

John Peter Mary Wubbe ist Präsident von Züri Expats. (Bild: John Wubbe)

Zur Person

John Wubbe lebt am Fuss des Uetlibergs in Albisrieden. Seit 1994 ist er in der Schweiz. Früher wohnte er in Walenstadt, Seewis, Bülach und Winterthur. In seiner Freizeit beschäftigt er sich neben der Tätigkeit für Züri Expats mit Segeln, Reiten, Politik und Skifahren.

Züri Expats

Der Verein mit Sitz in Zürich wurde am 1. Mai 2007 gegründet und hat rund 3000 Mitglieder. Züri Expats bezeichnet sich als Zunft und hat zum Ziel, Expats, die neu in die Schweiz kommen, zu unterstützen.

Link

Züri Expats (http://www.meetup.com/Zuri-eXpats-english-speaking-city-life-network/)

Sie sind seit 1994 in der Schweiz. Haben Sie mehr Schweizer oder mehr Expats als Freunde?
Ich habe gleich viele Schweizer- wie Expats-Freunde. Ich mache da keinen Unterschied. Was wir unternehmen, hängt davon ab, wo die Leute in ihrem Leben stehen.

Warum haben es einige Expats schwierig, mit Schweizern in Kontakt zu kommen?
Das grösste Problem ist die Planung. Die Schweizer planen meistens Monate bevor der Anlass stattfindet, wo sie wann sein werden. Zum Beispiel werden Geburtstage Wochen oder Monate vorher geplant und Einladungen verschickt. Die Expats leben mehr von Tag zu Tag und können so nicht in den Alltag der Schweizer integriert werden. Oft ist auch der Job ein Grund: Er nimmt viel Zeit in Anspruch, was das Planen schwierig macht. Dies gilt aber auch für Schweizer in der gleichen Situation.

Erleben Sie als Expat in der Schweiz Zurückhaltung gegenüber Ausländern?
Hier sind die Leute sehr stigmatisierend. Gewisse Gedanken sind fest eingebrannt in die Köpfe der Schweizer. Wirkliche Ausländerfeindlichkeit spüre ich aber von den Medien. Oft werden Ausländer in den Zeitungen im Zusammenhang mit negativen Ereignissen erwähnt, was die Wahrnehmung der Öffentlichkeit beeinflusst. Niemand redet darüber, dass Expats aus gutem Willen in die Schweiz kommen, um Arbeiten zu verrichten, die die Schweizer nicht im Stande sind selbst zu übernehmen. Nicht weil sie es nicht könnten, sondern da es schlicht und einfach zu wenige Personen gibt. Wir sind keine Schmarotzer. Ohne Expats wäre die Schweiz in Schwierigkeiten.

Wie fühlt es sich an, ein Expat zu sein?
Wie im Rest von Europa wird hier für die ökonomische Lage ein Sündenbock gesucht. Es ist immer einfacher, die Probleme nicht dem eigenen Land zuzuweisen. Und leider sind gerade in diesem Zeitgeist populistische Aussagen bei der Bevölkerung beliebter als tatsächliche Lösungen. In solchen Situationen fühle ich mich als Ausländer, in der Schweiz wie auch im Rest von Europa, gleich viel mehr angegriffen.

Welche Motivation haben Expats, bei schlechter Wertschätzung trotzdem in der Schweiz zu bleiben?
Eben keine! 50 Prozent der Expats verlassen die Schweiz nach ein oder zwei Jahren, weil sie enttäuscht sind. Wenn Ausländer mehrere Jobangebote bekommen, machen sie oft den Fehler, als Hauptkriterium auf den Lohn zu achten. In der Schweiz verdienen sie 8000 Franken, während sie in den Niederlanden 2000 Franken bekommen würden. Was sie dabei oft nicht beachten, ist die Anzahl Ferien, die Miete der Wohnungen und die Steuern. Das bewegt viele wieder zum Gehen.

Heisst das: Über kurz oder lang werden immer mehr Expats die Schweiz verlassen?
Jetzt hat die Schweiz noch die Möglichkeit, die Expats zum Bleiben zu bewegen. Wenn dies nicht gelingt, wird man in ein paar Jahren in der Schweiz und auch anderen Ländern betteln, dass wir als mobile Arbeitskräfte zurückkommen. Auf dem globalen Markt wird infolge von Arbeitskräftemangel jetzt schon um Expats gekämpft. Dies ist ein Grund, warum immer mehr Deutsche und Polen sich für ihr eigenes Land entscheiden.

Diejenigen, die trotzdem bleiben. Was könnten sie für Beweggründe haben, die Schweiz nicht zu verlassen?
Der Job ist oft der Hauptgrund. Die Leute haben mit einer Anstellung Sicherheit und Freude an der Arbeit. Glücklichsein und Anerkennung im Job hat dabei einen hohen Stellenwert. Natürlich hat die Schweiz mit den Alpen und verschiedensten Outdoor-Aktivitäten ein sehr attraktives Angebot zur Freizeitgestaltung.

Aber liegt das wirklich nur an den Schweizern? Wollen sich die Expats überhaupt integrieren?
Personen, die nur für ein paar Monate in der Schweiz arbeiten, wollen sich ganz klar nicht integrieren. Manche sind sehr auf ihre Karriere konzentriert. Sie sind froh, wenn sie nach der Arbeit zu Hause entspannen können. Familien hingegen sind eher interessiert, ihre Freizeit mit anderen Familien zu verbringen. Das ist, je nach Lebensweise, von Expat zu Expat verschieden.

Gibt es Punkte, wo Sie sich als Expat mehr Unterstützung wünschen?
Unterstützung in Form von Kooperation ist mein Hauptanliegen. Wir wollen nicht Geld. Geld haben wir genug. Die Behörden bieten zwar verschiedenste Kurse, zum Beispiel in Deutsch, an, jedoch nur für das Basiswissen und nicht für Gebildete. Es wäre wünschenswert, dass auch die Fortgeschrittenen Kurse ihres Levels besuchen könnten. Ein weiteres Thema ist der Ausländer-Beirat. Er sollte unbedingt mehr mit in das Geschehen der Stadt und des Kantons einbezogen werden. Ausserdem würden wir gerne eine Wohngemeinschaft für Expats aufbauen. Zwar verdienen sie genug, oft ist es aber schwierig für sie, sich für längere Zeit eine Wohnung zu suchen, da sie nicht wissen, wie sich ihre Karriere entwickelt.

Was kann die Schweiz tun, um das Wohlbefinden der Expats zu verbessern?

Ich möchte alle Schweizer dazu einladen, bei der Integration der Expats zu helfen. Zu unseren Versammlungen sind alle willkommen. Eine Bitte habe ich zudem: Man sollte nicht in Englisch mit uns sprechen. Geduld bei Gesprächen ist gefragt, aber es dient der Integration enorm, wenn man sich die Zeit nimmt, Deutsch mit uns zu sprechen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet