Vergangenes Meetup

IoT Talks March 2015

Dieses Meetup liegt in der Vergangenheit

21 Personen haben teilgenommen

Bild des Veranstaltungsortes

Details

Einlaß: 17:30 Uhr
Talks: 18:00 Uhr
After-Talks-Party: 21:00 Uhr

Moderation: Georg Güntner, Salzburg Research

TALK PATTERN

- 20 Min Talk
- 10 Min Q&A
- 10 Min Pause

AGENDA

• Welcome

• Kennenlern-Runde: Die IoT Group Salzburg und ihre Mitglieder

• Internet of Things - Setting the Scene (Siegfried Reich, Salzburg Research)

• Responsible Design for Products and Services in the Internet of Things (Wernher Behrendt, Salzburg Research)

• Die smarte Kaffeemaschine (Peter Dollfuss, Microtronics Engineering GmbH)

• IoT Junior Cup: Unglaublich, was Österreichs Jugend erfindet! (Wolfgang Hafenscher, LineMetrics GmbH)

TALKS

Internet of Things - Setting the Scene

by Siegfried Reich (Salzburg Research)

Das Internet-of-Things (IoT) basiert auf drei wesentlichen Säulen: die Miniaturisierung (repräsentiert durch das Moore'sche Gesetz), die Vernetzung (und die Effekte des Metcalf'schen Gesetzes) sowie den Umgang mit "Big Data". Das Potential des Zusammenwirkens dieser drei Säulen wird von vielen so groß eingeschätzt, dass von einer neuen Welle der Computerisierung gesprochen wird. Und deshalb richten Konzerne ihre Strategien danach aus, werden neue Geschäftsfelder entwickelt, positionieren sich Städte als Testbeds, usw.
Die Anwendungsfelder sind vielfältig und reichen vom Handel, Medizin & Health, industrieller Fertigung, Energiemanagement und Gebäudeautomatisierung über Mobilität & Verkehr bis hin zu Sport & Freizeit.

Siegfried Reich

Univ.-Doz. Dr. Siegfried Reich studierte Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik an der Johannes Kepler Universität Linz und promovierte 1995 an der Universität Wien zum Thema Interoperabilität von Workflowsystemen. Von 1996 – 1999 arbeitete er als Lecturer und Post-Doc Researcher am Dept. of Electronics and Computer Science der Universität Southampton, der Schwerpunkt der Arbeiten lag im Bereich (offener) Hypermediasysteme. Habilitation 2000 für das Fach angewandte Informatik an der technisch-naturwissenschaftlichen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz.
Seit 2002 ist er wissenschaftlicher Leiter und Geschäftsführer der Landesforschungsgesellschaft Salzburg Research.

(Siegfried Reich ist freundlicherweise für die Vorstellung der Grundlagen und Anwendungen des IoT eingesprungen, nachdem Stefan Hupe von IoT Austria aufgrund einer kurzfristigen Verpflichtung am Dienstag nicht rechtzeitig nach Salzburg reisen kann.)

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Responsible Design for Products and Services in the Internet of Things
Establishing level playing fields for customers, providers and on-lookers

by Wernher Behrendt (Salzburg Research)

Im Internet der Dinge werden die Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens zu Datenerfassungsgeräten. Dies führt bei allen Marketingverantwortlichen - ebenso wie bei Innenministerien - zu feuchten Träumen für die Marktbeobachtung und die "innere Sicherheit" und bereitet Menschen mit schützenswerter Privatsphäre Kopfzerbrechen. Die Schwierigkeit ist, dass jeder, der eine Privatsphäre möchte, erstmal gefragt wird, was er denn zu verheimlichen habe, während gleichzeitig Dutzende und Hunderte von Beispielen zitiert werden, in denen die Aufgabe von ein wenig Privatsphäre großen allgemeinen Nutzen suggeriert (Stichwort: Terrorismusbekämpfung). Aus technologischer Sicht ist immer die gesamte Bandbreite von "zero privacy" bis "100% privacy" möglich, und welche Wahl man trifft, ist eine Frage der Prioritätensetzung und des Verhandelns. Manchmal sind aber die Verhandlungspositionen schwierig - z.B. wenn man schlecht informiert ist, oder wenn man keine wirksamen Mittel hat, eigene Interessen durchzusetzen. "Responsible Design" ist ein Ansatz zur Konzeption von Datenerfassungssystemen, der immer die Interessen aller Stakeholder benennt und der messbar macht, wessen Interessen in einem Design vertreten werden und welche Interessen "außen vor" geblieben sind. Wir orientieren uns dabei am Prinzip der Gewaltenteilung [1], der "privacy by design" (Cavoukian, [2]) und der Datenminimierung (Pfitzmann, [3]).

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltenteilung
[2] https://www.privacybydesign.ca/
[3] http://dud.inf.tu-dresden.de/~borcea/pub/Borcea-Pfitzmann_et_al_2011-Privacy_3.0.pdf (http://dud.inf.tu-dresden.de/%7Eborcea/pub/Borcea-Pfitzmann_et_al_2011-Privacy_3.0.pdf)

Wernher Behrendt ist Senior Researcher und Leiter der Forschungsgruppe IoT bei Salzburg Research. Sein Forschungshintergrund sind wissensbasierte Systeme, Interoperation heterogener Informationssysteme und Web-Technologien. Seit 2013 beschäftigt er sich mit der Frage, wie das kommende Internet der Dinge technologisch gestaltet sein sollte, um einerseits die Möglichkeiten der Vernetzung zu nützen, und andererseits eine Zukunft zu ermöglichen, die die meisten Menschen als wünschenswert “wiedererkennen” würden. Die Gruppe IoT bei Salzburg Research beschäftigt sich mit dem “Industrial Internet” und mit eHealth-Anwendungen von IoT. Technischer Schwerpunkt ist die funktionale Modellierung von IoT-Artefakten.

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Die smarte Kaffeemaschine

by Peter Dollfuss (Microtronics Engineering GmbH)

Immer mehr Unternehmen erkennen das Potential von Industrie 4.0 & Co. Da Kunden tagtäglich Smartphone Apps und Online Dienste nutzen, geben sie Connected Products mit entsprechenden Services den Vorzug. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, ist es also wichtig sich rechtzeitig mit dem Thema „Connected Products“ auseinanderzusetzen.
Der Einsatz von neuer Technologie birgt immer eine gewisse finanzielle sowie organisatorische Unsicherheit, gerade dann, wenn die Anforderungen und Aufwände für solch eine Lösung nicht bekannt sind. Die Vielzahl der am Markt befindlichen Möglichkeiten macht das Finden der optimalen Lösung auch nicht einfacher.
Microtronics bietet mit seinem Produkt „rapidM2M“ nicht nur ein hervorragendes Werkzeug für die schnellen Entwicklung und Integration sondern unterstützt mit seinen Partnern den Kunden auch bei der Entscheidungsfindung. Angefangen bei einem kurzfristig erstellten Proof of Concept liefert Microtronics die Unterstützung und Tools bis hin zur schnellen Industrialisierung.
Die smarte Kaffeemaschine als Show Case zeigt objektiv wie man mit IoT/M2M Technologie Projekten neue Webservices generiert, Wartungsservices optimiert und Ressourcen einsparen kann, ohne dass der Administrationsaufwand für das Unternehmen den gewonnenen Nutzen „auffrisst“.

Seit Anfang 2014 ist Herr DI Peter Dollfuss als Produkt Manager bei Microtronics tätig. Sein Tätigkeitsbereich umfasst die Gestaltung der Produktlandschaft sowie die Abwicklung von Kundenprojekten. Er kennt die Unsicherheiten, Wünsche und Probleme der Kunden bei IoT/M2M Projekten genau und kann mit seiner Erfahrung im technischen Bereich optimal unterstützen.
Herr Dollfuss absolvierte an der TU/KU Graz das interdisziplinäre Diplomstudium Elektrotechnik – Toningenieur im Bereich Signalverarbeitung und sammelte während seiner mehrjährigen Tätigkeit am Austrian Institute of Technology (AIT) Erfahrungen in der Forschung.

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IoT Junior Cup: Unglaublich, was Österreichs Jugend erfindet!

by Wolfgang Hafenscher (LineMetrics GmbH)

Zwischenstand beim ersten österreichweiten Projektwettbewerb für SchülerInnen und StudentInnen zum Thema Internet der Dinge. Harte Zahle/Fakten/Daten, Key Learnings, Wie gut ist Österreichs Jugend wirklich?

Wolfgang Hafenscher hat 10+ Jahre Erfahrung in der Webentwicklung. Die letzten 8 Jahre verbrachte er als Geschäftsführer und Mit-Gründer von IT Dienstleistungsunternehmen. Seit 2012 ist er Mit-Gründer von LineMetrics - einer IoT Plattform für den B2B Markt die Optimierungsprozesse der Anwender basierend auf Sensordaten unterstützt. Er ist hauptsächlich für Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation bei LineMetrics verantwortlich.