(Autonome) Microservices – leichtgewichtig bauen und clever integrieren

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In der Softwareentwicklung ist nichts so beständig wie der Wandel: Die letzten Jahre waren geprägt vom Microservice-Trend und der damit verbundenen Abkehr von schwergewichtigen, monolithischen Anwendungen hin zu kleineren, cloud-basierten Services.

Doch welche Frameworks helfen bei der Erstellung von Microservice-Landschaften? Und wie kann die Kommunikation in einer so verteilten Architektur performant und robust realisiert werden?

Lars Dülfer und Christian Schwörer von der Novatec Consulting GmbH geben in zwei Vorträgen Einblick, welche aktuellen Technologien hierzu eingesetzt werden können.

Vortrag 1: Size does matter! The battle of the JVM-Microframeworks

Hilfe bei der Erstellung von Microservices und Serverless Computing bieten Microframeworks. Darunter versteht man minimalistische Frameworks zum Bau von leichtgewichtigen, modularen Anwendungen. Im Gegensatz zu Full Stack-Frameworks liegt ihr Fokus in der Einfachheit und Geschwindigkeit für die Entwicklung.

In letzter Zeit gewinnen Microframeworks auf Basis der JVM wie beispielsweise Micronaut, Javalin, Ktor oder Spring Fu an Bedeutung.

Sie zeichnen sich insbesondere durch eine kurze Startzeit und einen geringen Speicherverbrauch aus. Das macht sie nicht nur für die effiziente Entwicklung von Microservices interessant, sondern auch für Serverless Computing, da hier eine geringe Kaltstartzeit ein ganz entscheidender Faktor ist.

In der Session werden JVM-Microframeworks und mögliche Einsatzszenarien vorgestellt. Dazu werden verschiedene Frameworks anhand konkreter (Code-)Beispiele genauer erläutert. Die Teilnehmer erwartet somit neben einem generellen Überblick auch ganz praktische Impulse, wie sie selbst in das Thema JVM-Microframeworks starten können.

Vortrag 2: Microservices integrieren mit (Immutable) Event Logs und Apache Kafka

Oftmals kommt bei der Integration von Microservices synchrone Kommunikation mittels HTTP und REST Endpunkten zum Einsatz. Dieses Integrationsmuster kann aber Nachteile bei der Performance des Gesamtsystems und auch der Robustheit bei Ausfällen einzelner Services haben.

In diesem Vortrag wird anhand eines vereinfachten Beispiels aus einem echten Projekt gezeigt, wie sich Microservices mit Hilfe von (Immutable) Event Logs asynchron integrieren lassen, welche Vorteile sich daraus ergeben und welche Herausforderungen man dabei lösen muss.

Dabei wird das Integrationsmuster zunächst konzeptionell anhand der Beispielanwendung erläutert und anschließend gezeigt, wie es sich mit Apache Kafka umsetzen lässt. Dabei wird auch auf die speziellen Eigenschaften eingegangen, die Apache Kafka für diesen Anwendungsfall mitbringt.

Die vorgestellten Integrationsmuster und deren Umsetzung mit Apache Kafka lassen sich nicht nur für Neuentwicklungen von Anwendungen auf Basis von Microservices nutzen sondern ebenso bei Integrationsfragen in größeren (bestehenden) Anwendungslandschaften.

Referenten:

Lars Dülfer ist Distinguished Software Engineer bei der Novatec Consulting GmbH. Auf seinem bisherigen, beruflichen Weg war er sowohl inhouse als auch bei IT-Beratungs und –Dienstleistungsunternehmen im In- und Ausland tätig. Softwarearchitekturen und die Herausforderungen der inkrementelle Entwicklung im agilen Kontext sind seine berufliche Leidenschaft. Auf der Suche nach angemessenen Architekturmustern und technologischen Lösungen steht für ihn immer das zu entwickelnde Produkt im Zentrum der Überlegungen.

„In seiner Tätigkeit für die Novatec Consulting GmbH unterstützt Christian Schwörer verschiedene Kunden bei der digitalen Transformation hin zu verteilten, cloudbasierten Microservice-Architekturen und Serverless Computing.
Er ist der Überzeugung, dass sich die praktische Auseinandersetzung mit dem Thema für jeden Architekten und Entwickler lohnt – auch wenn Microservices und Serverless sicher nicht die "Silver Bullet" für alle Probleme des Software Engineerings sind.“