Agilizer Meetup Nr. 39 – Transformation und KI: alles neu und anders?!
Details
Impuls und Diskussion mit Malte Laas
Seit drei Jahren wird in Organisationen über Künstliche Intelligenz gesprochen, als wäre alles davor nur Vorgeschichte gewesen. Neue Werkzeuge, neue Rollen, neue Versprechen — und die stille Erwartung, dass diesmal wirklich alles anders wird.
Malte Laas hält dagegen. Seine These: Die Wirkmechanismen von Transformation sind beständig. Was Veränderung gelingen oder scheitern lässt, gilt für KI-Vorhaben genauso wie für alles davor. Nur eben — und das ist der interessante Teil — ehrlicher und intensiver.
Er selbst beschreibt den Abend so:
„Diese Frage haben Mario und ich uns bereits 2024 gestellt, und heute ist daraus ein Buchmanuskript geworden. Unsere Mission: Die Wirkmechanismen von Transformationen sind beständig und gelten auch für KI-Transformationen in Unternehmen. Nur eben noch ehrlicher und intensiver. Das Meetup beleuchtet das Spannungsfeld der Zeitlosigkeit von Transformation und die Hyperprogressivität von Künstlicher Intelligenz.“
Am 18. März bringt er diesen Arbeitsstand ins Netzwerk. Als Werkstattbericht, nicht als fertiges Buch — und ausdrücklich mit der Bitte, ihm zu widersprechen.
Warum dieses Spannungsfeld trägt
Die Zahlen der letzten Monate geben dem Thema recht. In der aktuellen McKinsey-Befragung zum Stand der KI berichten fast neun von zehn Organisationen regelmäßige KI-Nutzung. Einen Effekt auf das Betriebsergebnis sehen 37 Prozent — genauso viele wie im Jahr davor. Und wer nach den größten Hürden fragt, bekommt selten die Technik genannt: In einer Befragung von Roland Berger stehen fehlende Kompetenzen und unpassende Strukturen vor den technischen Anforderungen. Beides sind Beratungsstudien mit Selbstauskünften, keine Wirkungsnachweise — aber das Muster ist alt und gut bekannt. Es ist dasselbe, das Transformationen seit Jahrzehnten ausbremst.
Die andere Seite des Spannungsfeldes ist genauso real: Die Technologie entwickelt sich schneller, als Organisationen lernen können. Genau in dieser Lücke findet der Abend statt.
Der Abend
20:00 — Ankommen und kurze Runde im Chat
20:10 — Impuls: Zeitlosigkeit der Transformation, Hyperprogressivität der KI
20:40 — Gegenrede: eure Beispiele gegen die These
21:05 — Offene Diskussion und Ausblick aufs Buch
21:30 — Ende
Durch den Abend führen Marco Galla und Mario A. Brückner.
Wer ist Malte Laas
Malte ist Geschäftsführer der Callosa Consulting GmbH in Braunschweig, einer 2024 gestarteten Beratung für Organisationsentwicklung, Führung, Kultur und Markenarbeit mit rund zwanzig Mitarbeitenden. Für die Transformationsagentur Niedersachsen ist er als Senior Transformation Consultant akkreditiert und begleitet dort Betriebe der Automobilzuliefererindustrie durch den Umbau. Skalierte agile Arbeit kennt er aus der Praxis: unter anderem aus einer SAFe-Einführung bei einem deutschen Automobilhersteller, die rund fünfzig Projekte und eintausend Mitarbeitende umfasste.
Im Netzwerk ist er kein Unbekannter. Seit 2021 ist er Co-Host des Living-Transformation-Podcasts, gemeinsam mit Mario A. Brückner und Nico Schumann; in Folge 1 hat er selbst über seine Erfahrungen als Coach in der agilen Transformation gesprochen. Sein Satz von damals trägt bis heute: „Eine Veränderungsbereitschaft brauchten Unternehmen schon immer. Die Geschwindigkeit ist heute eine andere.“
Für wen sich der Abend lohnt
Für alle, die gerade eine KI-Initiative begleiten und merken, dass die eigentlichen Fragen keine technischen sind. Für Coaches, Change Manager und Führungskräfte, die schon ein paar Transformationen gesehen haben und wissen wollen, was davon sich überträgt. Und für alle, die gern widersprechen — die Gegenrede ist an diesem Abend fest eingeplant.
Vorkenntnisse braucht ihr nicht.
Organisatorisches
Donnerstag, 18. März 2027, 20:00–21:30 Uhr, online. Kostenlos, offen für alle. Den Zugangslink findet ihr kurz vor dem Termin hier im Event.
Wirkung vor Methode · Austausch statt Dogma · Community statt Ego
