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Bitte via Mail anmelden: anmeldung@gedoplan.de

Referent: Martin Boßlet, Berater, Dozent und Softwareentwickler
Datum und Uhrzeit: Donnerstag, 30.04.2026, 18:00 – ca. 19:30 Uhr
Ort: Online mit Zoom

Seit zwei Jahren reden alle über KI-gestützte Entwicklung - und vieles klingt gleich: Gestern war Prompt Engineering der Beruf der Zukunft, heute ist es Context Engineering. Claude Code gegen Codex, GitHub Copilot vs. Cursor, Tool-Vergleiche hier und da. Die Älteren unter uns werden sich mit einem Schmunzeln an Vim vs. Emacs erinnert fühlen. Während CEOs bis hin zum Digitalminister den Untergang der programmierenden Zunft ausrufen, wenden sich viele Entwickelnde frustriert ab. "Das ist nichts für mich" - diesen Satz hört man oft. Die Branche scheint sich in zwei Lager zu spalten: auf der einen Seite diejenigen, die KI fast schon aus Trotz konsequent ablehnen, auf der anderen KI-Propheten, die zumindest der Erzählung nach ihren kompletten Alltag mit KI bestreiten und der Konkurrenz schon längst meilenweit voraus sind.

Die eigentliche Frage lautet: Warum gehen die Erfahrungen so weit auseinander? Die These dieses Vortrags: Der Engpass liegt meist weder im Modell noch im nächsten "Tool du jour", sondern in fehlendem, verstreutem oder nur implizit vorhandenem Kontext. Der Schlüssel zu erfolgreicher KI-Zusammenarbeit liegt deshalb nicht in besseren Tools oder clevereren Prompts, sondern in der ältesten Technologie der Menschheit - Sprache. Genauer gesagt: in Markdown als universeller Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine.

Anhand von Architecture Decision Records (ADRs), Mermaid-Diagrammen, [AGENTS.md](https://www.linkedin.com/safety/go/?url=http%3A%2F%2FAGENTS%2Emd&urlhash=jh-H&mt=F7bnie71WnYrGR3aD-BiSMeaQCiWniKDxaG65SbBgq37lq5u7OZ1P6NjRp-YTlrvhyBy30Lf47AWfYCmtVLwNg99MBUc-2e8qYUzQLXNViKKD4LeW5gizS3yWw&isSdui=true)-Datei und Agenten-Skills zeige ich, warum Text-First Development kein Retro-Trick ist, sondern ein praktikables Arbeitsmodell für die KI-Ära. Wer Architektur, Entscheidungen und Konventionen in Text statt in Tickets, Chat-Verläufen oder auch nur an der Kaffeemaschine festhält, bekommt bessere KI-Ergebnisse, mehr Präzision und weniger Nacharbeit. Und ganz nebenbei entsteht endlich wieder etwas, das in der Softwareentwicklung jahrzehntelang zu teuer war: aktuelle, brauchbare Dokumentation für Mensch und Maschine.

Kein Talk über Prompt-Hacks, Tool-Vergleiche oder das Tool der Woche, sondern über eine einfache, praktische Frage: Wie müssen wir Software bauen, damit KI-Unterstützung nicht nur beeindruckend wirkt, sondern dauerhaft nützt? Die Antwort ist überraschend einfach: kein Tool-Zirkus, kein Hokuspokus. Einfach nur Text.

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