Film ab! - "(IN)VISIBLE LINES" (2026) mit Paula und Lena Boden
Details
Einmal im Monat findet das Filmforum „Film ab!“ in unserer Mediothek statt. In dem Rahmen zeigen wir die Werke von Berliner Filmstudierenden und -schaffenden, die sich in unterschiedlichen, audiovisuellen Formaten mit diversen gesellschaftspolitischen Fragen befassen. Im Anschluss an die Filmvorstellung bekommen die Sprachstudierenden des Goethe-Instituts sowie auch externe interessierte Gäste die Möglichkeit, mit den Filmschaffenden selbst ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und gemeinsam zu diskutieren.
Im Rahmen der siebten Veranstaltung unserer Reihe „Film ab!“ im Goethe-Institut Berlin widmen wir uns dem Dokumentarfilm (IN)VISIBLE LINES (2026) von Paula und Lena Boden. Im Anschluss an die Vorführung hat das Publikum die wunderbare Gelegenheit, mit Paula und Lena Boden ins Gespräch zu kommen. Der Kurzfilm ist mehrsprachig mit englischen Untertiteln, die Diskussion findet auf Deutsch statt.
Zum Film
Originaltitel: (IN)VISIBLE LINES
Jahr: 2026
Land: Deutschland
Länge: 69 Minuten
Sprachen: Deutsch
Untertitel: Englisch
Zusammenfassung
Tania, Mariam, Moqadas, Anastasiia, Larysa, Nazanin und Leila sind sieben Frauen, die in Deutschland Zuflucht gesucht haben und sich nun unermüdlich gegen das europäische Migrationssystem einsetzen. (IN)VISIBLE LINES basiert auf ihren Lebenserfahrungen, ihrem Wissen und ihrer unerschütterlichen Widerstandsfähigkeit. Im Film wählt jede Protagonistin den Schwerpunkt ihrer Erfahrungen selbst und hebt im Verlauf der Geschichte ihre besondere Widerstandskraft hervor. Sei es ihre Ausdauer beim Deutschlernen und beim Verstehen der Behördensprache sowie der gesellschaftlichen Verhaltensweisen oder ihr notwendiger Mut bei der Bewerbung um Ausbildungsprogramme – ihre Hoffnung auf eine sicherere Zukunft wird in jeder Geschichte deutlich. So bilden die individuellen Geschichten schließlich eine kollektive Erfahrung: weiterzumachen.
Indem (IN)VISIBLE LINES gelebte Erfahrungen und deren Erzählung in den Mittelpunkt stellt – mit einer umsichtigen, vollständig von FLINTA*-Personen geführten Kameraführung und Schnitttechnik – bietet der Film eine wichtige Gegenerzählung zu einem entmenschlichenden Diskurs über Migration. Er lädt das Publikum in einen Raum des Zuhörens und des Teilens ein.
Paula Boden
Regisseurin
Paula ist Berlinerin und studierte Security Risk Management im Master in Kopenhagen, Dänemark – mit Fokus auf Migration, Klima und Human Security. Der Feature-Film (IN)VISIBLE LINES begann als Projekt im Rahmen der Masterarbeit zum Dokumentarfilm in Internationalen Beziehungen und wurde nun zu einem langfristigen Dokumentarfilmprojekt. In Kopenhagen produzierte sie darüber hinaus ihren ersten Kurz-Dokumentarfilm Wings, Clipped, den sie journalistisch und wissenschaftlich begleitete. Zuletzt arbeitete sie bei der Münchner Sicherheitskonferenz im Policy Team. Ihren Bachelor absolvierte sie in Politikwissenschaft und Öffentlichem Recht in Regensburg. Ihre berufliche Laufbahn begann mit journalistischen Praktika in Köln und Hamburg und später als Politische Bildnerin in der Europäischen Akademie Berlin.
Lena Boden
Creative Producerin
Lena wuchs in Berlin auf und entdeckte früh ihre Leidenschaft für Inszenierung und Drehbucharbeit. Ihr Studium der Medienkommunikation vermittelte ihr die theoretischen Grundlagen der Filmproduktion, die sie als langjährige Produktionsassistentin bei imagis Filmproduktion praktisch vertiefen konnte. Durch mehrere Praktika in Dokumentarfilmproduktionen in Köln und eigene Filmprojekte erweiterte sie ihr Fachwissen gezielt, sodass sie 2025 als Creative Producerin ihren ersten Feature-Length Dokumentarfilm produzierte.
