Worum es bei uns geht

Eine andere, weit menschlichere Kultur und Gemeinschaftlichkeit steht an, und steht in den Geburtswehen. Wir bieten Geburtshilfe an, Mäeuktik nach Sokrates, nur mit heutigen cutting edge Tools und Haltungen:
Die des Impro- und Forum-Theaters, der authentischen Kommunikation (a la Circling , Radikaler Ehrlichkeit, Gewaltfreier Kommunikation) und der Arbeit mit inneren Anteilen (Voice Dialogue, Ego-State, Inneres Team, Inneres Parlament, Radikale Erlaubnis/Innerer Kindergarten).
Wir hacken diese Methoden laufend weiter und verbinden sie unter dem Schirm des Impro Theaters zu einer Fusion, das Beste beider Welten. Absolut verspielt und in totalem Ernst! Pippi Langstrumpf meets Buddha.
Unsere freien Workshops sind Laboratorien der Erforschung von menschlichem Miteinander, gewachsenen Grenzen und dem ko-kreativen Zusammenspiel von Freiraum/Spiel-raum und Begrenzung.
Freiheit braucht Struktur! Oder nach buddhistischer Lesart des Herz Sutra: Form ist Leere, Leere nichts anderes als Form.
Das alles ist ganz und garnicht esotersich und konkret erfahr- und lebbar hin zu einem individuell kollektiven "Erwachen", in dem Ich und Wir einfach Kehrseiten einer Medaille sind.

Bevorstehende Events (2)

Lernlabor Bindungs/Entwicklungstrauma

Bülowstraße 17

## Bindungs/Entwicklungstrauma ## Entwicklungstraumata halte ich für zentral, zu adressieren was tagtäglich zwischen uns schiefläuft. Letztlich geht es immer nur um Verbindung - Nähe und Distanz - mich in der Tiefe mitteilen zu können mit inneren Zuständen, Grenzen und Wünschen, und um die Folgeerscheinungen, keine solch tiefen Beziehungen zu haben. Andere Probleme gibt es nicht bzw. sind Symptome davon, Folge oder Nebenkriegsschauplatz von Ersatzbedürfnissen. Trauma bedeutet, überfordert sein und damit allein. In der tiefen Sicherheit von Nähe und Intimität, die dynamische Grenzen mit einschließt, kann ich beginnen mich zu-entkrampfen, de-fragmentieren, den Fokus von der Bewältigung im Außen ganz natürlich nach innen und dann in beide Richtungen zugleich wandern zu lassen. Weit, weich und kraftvoll finde ich mich, in der Untrennbarkeit von ich und mir, Du und Ich. Das braucht Weile! Grob gesagt entstehen Bindungs-/Entwicklungstraumata dadurch, dass wir als Kinder nicht wir selbst sein dürfen, unsere Reaktionen darauf ebenfalls keinen Raum haben, und wir Anteile von uns zunächst schamhaft zurückhalten lernen, dann abspalten und auslagern/projizieren auf andere um die psychische Anspannung zu lindern, und auf die wir dann bei anderen reagieren und zu kontrollieren suchen - das nennt man einen Konflikt. Konflikte wiederum umgehen wir, durch Ausbildung von Bindungsmustern, zwischen welchen wir ggf pendeln: Entweder ich gebe meine Bedürfnisse weitgehend auf zugunsten der Verbindung zu anderen, oder ich gebe Verbindung an sich auf und ziehe mich zurück. Moderne Arbeit mit Traumata geht mit leichter Hand vor, sehr behutsam und entschleunigt, ähnlich dem Kleinen Prinzen und dem Fuchs. Einen halben Schritt vor, zwei zurück, dann ankommen und integrieren, damit das System sich in seinem Tempo anfreunden kann mit leicht erhöhter Aktivierung und die Kapazität dazu stetig wächst, statt Überforderung zu wiederholen. Ist ein Schritt zu groß wird er solange halbiert, bis ich aus der möglichen Überforderung wieder im Toleranzfenster lande. Auch wird nicht gebohrt, nichts muss erneut durchlebt werden. Inhalte sind sekundär, da nicht so bedeutsam ist, wie das Nervensystem deregulierte sondern wie es das laufend reproduziert. Katharsis, emotionale Ausbrüche und Abreagieren wird als nicht integrativ gesehen. Dennoch ist es essenziell, Regulation und Deregulation zu begreifen, sie nachzuvollziehen und handhaben zu können in sich und anderen, um den falschen Respekt vor Emotionalität ablegen zu können, und damit Selbstwirksamkeit und das Gefühl von Sicherheit sprießen kann. ## Ablauf / Struktur ## Inhaltlich orientieren wir uns an Laurence Hellers Buch “Entwicklungstrauma heilen”, um Kompetenz aufzubauen und vertiefen. Im Wechsel bereiten zwei Teilnehmer ein Kapitel auf und stellen es bei den Treffen vor - zum ersten werde ich es tun. Anschließend gibt es Raum, unseren alltäglichen Bezug dazu einzubringen und anhand des Praxisteils des Buches nach Neigung tiefer einzusteigen. Die vier Pfeiler von NARM bieten dazu Anleitung: 1. Intention: Was möchte ich? Nicht: Was meint jemand, sei gut für mich. 2. Explorierende Fragen: Interesse und offen fragendes Herangehen sind die treibende Kraft, nicht Resultate und vorgefertigte Antworten. Beide sind oft auch Kompensationen. 3. Selbstwirksamkeit: Wie stehe ich mir unbewusst im Weg? Welcher innere Konflikt besteht, meist zwischen dem Bedürfnis nach Sicherheit und dem nach Lebendigkeit, wobei ich mich mit einer Seite identifiziere. 4. Integration, Reflektion, metabolisieren und würdigen des Gesehenen. Wir lernen nach und nach, uns gegenseitig zu begleiten in immer tieferen Prozessen. Jeder bestimmt absolut sein eigenes Tempo, Tiefe und alle übrigen Parameter. Jemanden dabei zu begleiten ist zugleich eine Kunst und ein Muskel, den man trainieren kann. Kunst geschieht über zunehmendes Selbst-Vertrauen durch Erfahrung und Mut, sich zu zeigen, in seinen Stärken und Schwächen - und darin angenommen zu sein.

Verbindung & Gruppendynamik

Bülowstraße 17

“Alles menschliche Leiden (im Unterschied zu Schmerz) gründet in misslungener Kommunikation oder ist Symptom davon.” “Themen und Wunden, die in Beziehung entstehen, heilen nur in Beziehung.” “Was wir in uns nicht heilen, geben wir als Kultur an künftige Generationen weiter.” Beitrag für den Raum: 5€ An diesem Abend möchte ich in der ersten Stunde das Circling kurz vorstellen und es zusammen praktizieren. Hierbei handelt es sich um eine verbindungsorientiert Art zu kommunizieren, bei der Körperempfindungen, Gefühle und Gedanken mitgeteilt und gehört werden. Was organisch im Kontakt auftaucht, aber kaum direkt ausgesprochen wird. Wie wir gelernt haben Sprache zu nutzen, ist fast ausschließlich auszutauschen, was wir ÜBER Vergangenes und Künftiges denken. Unsere Körper wiederum sind immer jetzt hier, sensorisch ausschließlich aufeinander bezogen und produzieren laufend Impulse zu mehr Nähe oder Distanz, die wir gelernt haben zu hemmen durch chronische Anspannung und zu sublimieren in Inhalte. Anschließend können wir auf dieser Grundlage sanft in die Arbeit mit Gruppendynamik und Projektionen übergehen, darüber reflektieren und es üben. Jeder in seinem Tempo und optional! Ich möchte erfahrbar machen, dass beides unaufgeregt und in gemeinsamer Abstimmung nutzbar gemacht werden kann für eine weit tiefere Verbundenheit zwischen uns. Im Verlauf dessen machen sich Teilnehmer nicht selten berührbar, und zeigen auch Verletzliches von sich. Projektionen und zwischenmenschliche Dynamiken finden unterschwellig ohnehin ab dem Zeitpunkt statt, da wir einen Raum mit anderen betreten. Uns fehlen lediglich sinnvolle und einfach anwendbare Wege, sie zu nutzen für mehr Lebendigkeit in uns und im Kontakt. Das und eine Prise Neugier auf das eigene Innenleben und das von anderen! Man könnte sagen, im Kontakt mit anderen stehen wir laufend vor der Wahl, uns selbst und den Impact unseres Gegenübers tiefer wahrzunehmen, und im Interesse von mehr Lebendigkeit in den Kontakt zu speisen, dh unsere inneren Zustände, Wünsche und Grenzen mitzuteilen und ggf. einvernehmlich zu leben, oder unsere Impulse auszublenden und den Effekt (Anspannung, Langeweile, Leere..) zu managen. Sie tiefer wahrzunehmen ohne sie mitzuteilen ist nicht wirklich möglich - da greifen unsere neuralen Selbstschutzmechanismen. Ersteres kann mal belebend sein, mal herausfordernd. Letzteres bedeutet ausgedehntes Leiden, das aber, von Moment zu Moment gesehen, weniger intensiv ist. Diese Entscheidung ins Bewusstsein zu heben und darüber Wahlfreiheit zu erlangen, statt früh unbewusst aus Not installierte, und damals naturgemäß wenig reflektierte Muster greifen zu lassen, daran liegt mir. Mehr zu Hintergrund und zur Praxis der Gruppendynamik hier: https://www.facebook.com/uwe.franz.790/posts/2262820717144640 #### Zu mir #### Ich bin Coach für Ehrlichkeit, Circling und Gewaltfreie Kommunikation. Zudem habe ich Trainings in div. Modellen der Arbeit mit inneren Anteilen durchlaufen.

Vergangene Events (26)

ConnectionLab: Circling & Group Dynamics

Bülowstraße 17

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