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Buchklub
Kleinstadtnovelle (1980) – von Ronald M. Schernikau
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Gast: Nils Philipp

Ein literarischer Abend mit kleinstadtnovelle von Ronald M. Schernikau: Eine poetische Erzählung über Begehren, Sprache und das Erwachsenwerden in der Enge der Provinz.

Gemeinsam lesen, diskutieren und die leisen Spannungen dieses besonderen Textes entdecken.ablässiger Moralisierung bewegen.

Mit seiner Kleinstadtnovelle entwirft Ronald Schernikau im Alter von nur 19 Jahren das feine, oft schmerzhafte Psychogramm einer Provinz, die weniger Ort als Zustand ist. Im Jahr ihrer Veröffentlichung 1980 zieht er selbst nach West-Berlin – ein biografischer Schritt, der wie eine leise Fortsetzung des im Text angelegten Aufbruchs wirkt. Aus der Perspektive eines Heranwachsenden zeigt er, wie sich Begehren, Sprache und Selbstgefühl an den Konventionen der Umgebung reiben. Der Ton bleibt dabei eigentümlich schwebend: zwischen Zärtlichkeit und Distanz, Ironie und Ernst. Schernikau interessiert weniger die Anklage als die genaue Beobachtung – wie sich Enge einschreibt, wie Abweichung tastend Form annimmt. So wird die Kleinstadt zur Bühne eines leisen Ringens um Ausdruck und Haltung zwischen Pubertät und Erwachsensein. Ein spätjugendlicher Bildungsroman.

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