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Details

KI verändert, wie wir Software entwickeln. Agentic Software Engineering geht einen Schritt weiter. Statt KI nur punktuell einzusetzen, übernehmen spezialisierte KI-Agenten konkrete Aufgaben im Software-Lifecycle – zum Beispiel in der Planung, beim Programmieren, Testen oder Dokumentieren. Diese Agenten arbeiten in klar definierten Rollen und werden in Agenten-Workflows koordiniert. Entwickelnde definieren Ziele und Leitplanken, steuern den Einsatz der Agenten und prüfen die Ergebnisse. So entsteht eine neue Form der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine – mit verändertem Fokus auf Qualität, Geschwindigkeit und Skalierbarkeit.

Die dritte Ausgabe der Agentic Software Engineering Night Köln findet am 29. Mai 2026 statt. Euch erwarten 2 Talks von Daniel Westheide und Michael Seel sowie ausreichend Zeit für Diskussion und Austausch.

### Die Agenda:

17:30 Uhr – Open Doors
18:00 Uhr"How to BMAD: Genie und Wahnsinn" – Michael Seel
19:00 Uhr – "Die produktive Einsamkeit – was wir verlieren, wenn KI unser wichtigster Gesprächspartner wird" – Daniel Westheide
20:00 Uhr – Open End

### Vorträge

"How to BMAD: Genie und Wahnsinn" – Michael Seel

BMAD ist mehr als „KI schreibt Code“. Richtig spannend wird es dort, wo Softwareprojekte oft scheitern: bei unklaren Anforderungen, verstreutem Teamwissen und Specs, die zwar existieren, aber niemand wirklich liest.

Mit BMAD wird Spec-Driven Development zu einem geführten Prozess: Rollen, Fragen, Artefakte und Methoden helfen dabei, aus rohem Input belastbare Entscheidungen zu machen. Im besten Fall entstehen saubere Specs statt Markdown-Wüsten. Im schlechtesten Fall erzeugt man nur sehr strukturierten Unsinn.
Ich zeige aus der Praxis, wo BMAD hilft, wo es nervt und warum der größte Hebel nicht beim Coding liegt, sondern beim gemeinsamen Denken vor dem Coding.

"Die produktive Einsamkeit – was wir verlieren, wenn KI unser wichtigster Gesprächspartner wird" – Daniel Westheide

JetBrains hat Code With Me eingestellt. Die Begründung: sinkende Nachfrage. Teams hätten "andere Kollaborations-Workflows" gefunden. Aber was genau haben sie gefunden – und was haben sie dabei verloren?

KI-Assistenz macht uns produktiver. Das ist real und unbestreitbar. Aber sie verändert still und leise wie wir Entscheidungen treffen, wen wir noch fragen, was im Team geteilt wird und was nicht mehr. Man spricht den ganzen Tag mit jemandem. Nur nicht mehr miteinander.

Die Folgen sind subtil: ein ADR der vollständig aussieht aber nur eine Perspektive kennt. Eine Architekturentscheidung die niemand hinterfragt hat weil sie sich bereits durchdacht anfühlte. Wissen das im Team nicht mehr ankommt weil es keinen Weg mehr findet.

Ich schaue mir an warum das passiert, was dabei strukturell verloren geht und welche konkreten Praktiken helfen können, ohne auf die Vorteile agentischen Arbeitens zu verzichten.

### Über die Speaker

Michael Seel ist Frontend-Entwickler und Architekt, der sich auf die Gestaltung herausragender Benutzererlebnisse spezialisiert hat. Er hat ein Faible für Javascript und beschäftigt sich gerne mit neuen JS-Libraries. In den letzten Jahren hat er sich intensiv mit der teamübergreifenden Integration von Webanwendungen, der Entwicklung von Living Styleguides und (Web)-Komponenten beschäftigt.

Daniel Westheide ist Senior Consultant bei INNOQ mit Schwerpunkt auf Software-Architektur und Entwicklungspraktiken. Sein interdisziplinärer Werdegang verbindet Software Engineering mit Kognitionspsychologie und Mensch-Computer-Interaktion. Er interessiert sich besonders dafür, wie Entwicklungspraktiken und Tools zusammenwirken und sich auf die Fähigkeiten von Entwicklern sowie die Leistung von Teams auswirken. Er ist Autor mehrerer Bücher zur funktionalen Programmierung.

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