Special Day : Architektur
Details
Tobias Schöne – „Praxisbericht zur automatisierten Architekturdokumentation unter Verwendung von Neo4j“
Stefan Zörner – „Nörgeln ist einfach. Aber was (genau) ist eigentlich Architekturbewertung?“
Stefan Tilkov – „Warum Architekten scheitern“
Jens Schauder – „Abhängigkeiten managen mit Degraph“
Tobias Schöne – „Praxisbericht zur automatisierten Architekturdokumentation unter Verwendung von Neo4j“
Wie stellt sich die HanseMerkur der Fragestellung, dass Architekturdokumentation immer veraltet ist?
Der Vortrag ist ein Praxisbericht, in dem gezeigt wird welches Potential in einer automatisierten Architekturdokumentation unter Verwendung der Neo4j-Datenbank steckt.
Neo4J ermöglicht in diesem Zusammenhang eine aktuelle Architekturdokumentation des IST-Systems auf verschiedenen Abstraktionsebenen auch in komplexen Umgebungen mit beherrschbarem Aufwand anbieten zu können.
Dazu wird ein kurzer Einblick in die Anwendungsarchitektur der HanseMerkur gewährt und die daraus entstehenden Anforderungen an die Dokumentation vorgestellt.
Anschließend wird dargelegt wir diese in eine automatisierte Dokumentation überführt wurde.
Referent:
Seit 15 Jahren ist Tobias Schöne in der Entwicklung von Java Enterprise Anwendungen für die gesetzliche und private Versicherung tätig. Die aktuellen Schwerpunkte seiner Arbeit liegt in der Entwicklung und Optimierung der Anwendungsarchitektur und den damit verbundenen Prozessen sowie die Weiterentwicklung der CI-Infrastruktur bei der HanseMerkur. Seine Erfahrungen konnte er in den Rollen Entwickler, Projektleiter und Architekt sammeln.
Stefan Zörner – „Nörgeln ist einfach. Aber was (genau) ist eigentlich Architekturbewertung?“
Statler: "Nein, nein, das hätten sie wirklich anders machen sollen."
Waldorf: "So, wie denn nach Deiner Meinung?"
Statler: "Besser!“
(aus der Muppet Show)
Jedes interessante Softwaresystem hat eine Softwarearchitektur. Diese ist kunstvoll geplant oder zufällig entstanden, meist aber irgendwas dazwischen. Hätte man es anders machen sollen? In diesem Vortrag stelle ich vor, wie Sie Ihre Softwarearchitektur bewerten! Sind Sie auf dem richtigen Weg? Können Ihre Architekturideen in der Umsetzung aufgetretene Probleme effektiv lösen? Helfen diese bei der Erreichung Ihrer Ziele oder behindern sie diese eher? Architekturbewertung kann Sicherheit schaffen und Risiken aufzeigen und damit helfen die Aufwände im Projekt zu fokussieren. Sie lernen quantitative und qualitative Analysemethoden kennen. Was argumentative, Workshop-basierte Verfahren wie ATAM leisten thematisiere ich ebenso wie welche Aspekte Ihrer Architekturziele sich mit statischen Code-Analysen verknüpfen lassen.
Referent:
Stefan Zörner ist Softwarearchitekt, Berater und Coach bei embarc in Hamburg (www.embarc.de (http://www.embarc.de/)). Ganz besonders interessiert ihn, wie sich Entwürfe effizient festhalten und kommunizieren lassen. Seine Erfahrungen und sein Wissen teilt er regelmäßig in Form von Vorträgen und Artikeln. Stefans Buch über Architekturdokumentation ist im Hanser-Verlag erschienen, er ist Committer im Directory Project der Apache Software Foundation und Board-Mitglied im iSAQB.
Stefan Tilkov – „Warum Architekten scheitern“
Wir alle kennen die mit großen Visionen gestarteten Projekte, die im Disaster enden und bestenfalls noch als schlechtes Beispiel dienen können. Aber warum scheitern ambitionierte Architekturansätze? Warum wird „Architekt“ mittlerweile von Einigen schon als Schimpfwort benutzt? Und was können wir Architekten tun, um unseren Ruf zu retten? In diesem Vortrag sehen wir uns einige der häufigsten Gründe für das Scheitern an – und diskutieren Ansätze zu ihrer Vermeidung.
Referent:
Stefan Tilkov ist Geschäftsführer und Principal Consultant bei der innoQ Deutschland GmbH, wo er sich vorwiegend mit der strategischen Beratung von Kunden im Umfeld von Software-Architekturen beschäftigt. Er ist Co-Autor des Buchs „REST und HTTP“, Mitherausgeber von „SOAExpertenwissen“ (beide dpunkt.verlag), Autor zahlreicher Fachartikel und häufiger Sprecher auf internationalen Konferenzen.
Jens Schauder – „Abhängigkeiten managen mit Degraph“ (60‘)
Wer mit offenen Augen Software entwickelt (und alles andere erschwert die Sache ungemein) merkt schnell, dass Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Teilen einer Anwendung ein schier unerschöpflicher Quell von Problemen sind.
Die Antwort auf diese Probleme lautet, Abhängigkeiten von Anfang an unter Kontrolle zu behalten. Zwischen Artefakten (d.h. z.B. Jar-Files) erledigt dies in einem gewissen Umfang das Build Tool der Wahl. Aber wie sieht es mit Abhängigkeiten zwischen Packages aus? Hier geht oft alles wie Kraut und Rüben durcheinander. Viele Tools bieten die Möglichkeit Warnungen zu produzieren, wenn z.B. Zyklische Abhängigkeiten entstehen. Aber wenn es darum geht solche Zyklen aufzulösen, in einem Projekt welches Dutzende davon enthält, ist die Unterstützung minimal.
In diesem Vortrag wird demonstriert, wie Abhängigkeiten aussehen sollten, um die langfristige Wartbarkeit von Anwendungen zu unterstützen. Es wird auch gezeigt, wie sie oft in der Realität aussehen. Dafür werden Antipattern identifiziert, und beschrieben, wie man von letzterem zu Ersterem kommt. Dabei wird für die Visualisierung das Open Source Werkzeug Degraph ( https://github.com/schauder/degraph ) genutzt, das Optionen zum Aufbrechen von ungewünschten Abhängigkeiten sichtbar macht.
Referent:
Jens Schauder ist Softwareentwickler aus Leidenschaft. In Zeitschriftenartikeln, seinem Blog, Konferenzvorträgen oder seiner Mitarbeit bei der JUG Ostfalen versucht er die Welt der Softwareentwicklung ein klein wenig besser zu machen. Besonders wichtig ist ihm dabei die Vielseitigkeit der Softwareentwicklung: Vom Fachwissen, über Programmiersprachen, Bibliotheken und Tools bis zu Vorgehensmodellen. Alles gehört dazu und kann verbessert werden. Seine meisten Vorträge drehen sich um die Themen Scala, Clean Code und Testen.
Seit 2012 arbeitet Jens Schauder für die T-Systems on site services GmbH als Executive Consultant. Neben der Software Entwicklung gehört der Aufbau und Verbreitung von Wissen zu seinen wesentlichen Aufgaben.
In seiner Freizeit arbeitet er an Degraph einer Bibliothek zur Visualisierung und dem Test von Package Abhängigkeiten
