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Schweden hat in der Corona-Pandemie von Anfang an einen anderen Weg gewählt als seine europäischen Nachbarn. Ein Lockdown wie in Deutschland fand nicht statt. Schulen, Restaurants und Geschäfte blieben weitgehend offen und eine Maskenpflicht gab es nicht. Trotz einzelner Vorschriften - wie z.B. ein zeitweises Verbot von Zusammenkünften mit mehr als 8 Personen in Stockholm - galt, im Großen und Ganzen, dass man den Bürgern zutraute, sich selbst und andere zu schützen. Von staatlichen Zwangsmaßnahmen versuchte man abzusehen.

Allein die Tatsache, dass ein Land in Europa einen moderateren Weg wählte, hat hierzulande harte Kontroversen ausgelöst. Schweden wurde zu einem Symbol eines veritablen Kulturkonflikts. Während die einen von einer gescheiterten Strategie sprachen, die den Tod vieler Tausender Bürger in Kauf genommen habe, sahen andere in dem Land eine der letzten Bastionen der Freiheit. Auf Kundgebungen gegen die Covid-Massnahmen tauchten plätzlich überall schwedische Fahnen auf. Wieder andere behaupteten, dass sich im Endeffekt der schwedische und der deutsche Weg angeglichen hätte, denn auch Schweden habe Verbote ausgesprochen.

Was genau unterscheidet also Schweden von Deutschland? Kann man heute ein Urteil über den Erfolg oder Misserfolg des schwedischen Wegs fällen? Zwar fand auch in Schweden eine kontroverse Debatte über die richtigen Massnahmen bei der Pandemiebekämpfung statt, trotzdem setzte sich der moderate Weg mit großer Zustimmung der Bevölkerung durch. Sind die Schweden mutiger und selbstbewusster als die Deutschen? Gibt es zwischen Regierung und Bevölkerung mehr gegenseitiges Vertrauen?

Über diese Fragen möchten wir mit Ihnen in unserem Berliner Salon des Freiblickinstituts diskutieren.

Redner:
- Karl-Erik Norrman: Diplomat, Schriftsteller und Gründer des Europäischen Kulturparlaments (ECP). Als schwedischer Diplomat war er in Moskau, Peking, Genf und Rom tätig.
- Jurij Kotchoubey: Lebt seit 2006 in Schweden und ist seit etwa 20 Jahren als Kerntechnik-Ingenieur in der Nuklearindustrie tätig.

Die Veranstaltung findet sowohl live im Café Manstein in Berlin statt, als auch per Zoom.

Einwahl-Link: https://us02web.zoom.us/j/88463810282?pwd=WkgyeldJVXJyYitLV2tESUQvRnp2dz09

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