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Von oben betrachtet sieht die Welt gleich ganz anders aus: Sechs Astronauten schweben in einer Raumstation durchs All. Den Planeten Erde umkreisen sie einmal in 90 Minuten, sechzehnmal in 24 Stunden. Die zwei Frauen und vier Männer aus ganz unterschiedlichen Nationen arbeiten, essen und schlafen auf engstem Raum - und doch ist alles losgelöst vom Alltag, Schwerkraft und Zeitempfinden sind außer Kraft gesetzt. Was passiert, wenn man seine Heimat nur aus weiter Ferne durch ein kleines Fenster sieht? Wie verändern sich Denken und Fühlen? In dem Zeitraum von nur einem Tag, während die Sonne sechzehnmal auf- und untergeht, betrachtet dieser ungewöhnliche, kraftvoll poetische Roman die großen und kleinen Fragen der Menschheit und bringt uns der Schönheit des Universums ganz nahe.
Quelle: Klappentext

Man muss gar nicht selbst im All gewesen sein, um wunderbar überzeugend und "augenöffnend schön" über einen Tag auf einer Raumstation zu schreiben, lernt Kritikerin Christiane Lutz von Samantha Harvey, die für dieses Buch den Booker Prize gewonnen hat. Eine richtige Handlung oder einen Spannungsbogen gibt es nicht, für Lutz steht eher die "atemberaubende Gleichzeitigkeit der Dinge" im Vordergrund, die die sechs aus unterschiedlichen Nationen stammenden Astronautinnen und Astronauten bei ihren 16 Erdumrundungen erleben - und alle großen Fragen nach dem Sinn der menschlichen Existenz. In einem immer wieder zwischen der Winzigkeit des Menschen und der Großartigkeit des Alls changierenden Wechsel schreibt Harvey der Rezensentin zufolge in einem fließenden, gefühlvollen, aber nie pathetischen Strom über Mutter Erde und Vater Weltraum.
Quelle: Süddeutsche Zeitung via Perlentaucher

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