LUCY FRICKE - Die Diplomatin
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Dann steht man da und ist nur Deutschland. Fred ist eine erfahrene und ehrgeizige deutsche Konsulin. Eine Frau, die eigentlich nichts aus der Ruhe bringt, überall und nirgends zu Hause. Dann jedoch, in Montevideo, scheitert sie erstmals in ihrer Karriere. Sie wird versetzt ins politisch aufgeheizte Istanbul, ihrer bisher größten Herausforderung. Zwischen Justizpalast und Sommerresidenz, Geheimdienst und deutsch-türkischer Zusammenarbeit, zwischen Affäre und Einsamkeit stößt sie an die Grenzen von Freundschaft, Rechtsstaatlichkeit und europäischer Idee. In ihrem Roman erzählt Lucy Fricke von einer Diplomatin, die den Glauben an die Diplomatie verliert - und das, was in ihrem Beruf das Wichtigste ist: die Geduld.
Quelle: Klappentext
Friederike Andermann, genannt Fred, ist eine erfahrene Diplomatin und will an keinem anderen Ort sein, obwohl die Menschenrechte hier mit Füßen getreten werden. Zuvor war sie als Botschafterin in Uruguay, wurde von dort allerdings abgezogen, weil sie eine Entführung falsch eingeschätzt hatte: Die junge, deutsche Instagram-Bloggerin, Tochter zudem einer einflussreichen Zeitungsverlegerin, konnte nur tot geborgen werden. Nun ist sie "nur noch" als Konsulin in Istanbul:
„Ich bin jetzt seit einem Jahr hier", sagte ich, "und eines habe ich gelernt: Es reicht nicht vom Schlimmsten auszugehen. Man muss mit dem Unvorstellbaren rechnen.“
Nicht nur Fred, auch die anderen Figuren hat Lucy Fricke gut gewählt: ein spannender, ein entlarvender und unterhaltender Roman mit einem furiosen Finale. Es lohnt sich unbedingt, ihn zu lesen, gerade in diesen für die Diplomatie so schweren Zeiten.
Quelle: Katja Weise, NDR Kultur
