Schluss mit starren Systemen: Architektur ohne Sackgassen & KI ohne Limits
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Frameworks, Patterns und Deployment-Modelle – oft steht die Architektur eines Systems schon fest, bevor überhaupt klar ist, was es leisten muss. Aber was, wenn wir den Spieß einfach umdrehen? In diesem Meetup decken wir auf, wie Architektur organisch aus den echten Qualitätszielen eines Systems entstehen kann. Stefan Priebsch zeigt, wie "Domain-Driven Architecture" funktioniert und warum wir uns nicht länger in voreiligen technologischen Sackgassen verrennen sollten.
Aber damit nicht genug: Auch in der KI-Welt stoßen wir an harte Grenzen. LLMs sind zwar die aktuellen Stars am Tech-Himmel, aber ihre klassischen Transformer-Modelle fressen Speicher und sprengen bei langen Sequenzen schnell das Budget. Anastasia Hort nimmt uns mit in die Zukunft und erklärt, warum „Liquid Foundation Models“ (LFMs) der nächste logische Schritt sind. Was wäre, wenn neuronale Netze so flexibel wie biologische Systeme und so effizient wie klassische Differentialgleichungen arbeiten könnten?
Sei dabei, wenn wir hinter die Kulissen blicken und die Evolution von zukunftssicheren Softwarearchitekturen und der nächsten KI-Generation beleuchten.
*** Agenda ***
17:30 Uhr | Doors open. Schnapp' dir Snacks & Getränke.
17:45 Uhr | Welcome & Intro
18:00 Uhr | Liquid Foundation Models: Jenseits klassischer LLMs - Anastasia Hort
18:45 Uhr | Domain-Driven Architecture - Stefan Priebsch
19:30 Uhr | GetTogether
Wir sind Partner der ROSIK.
*** Unsere Vorträge ***
Liquid Foundation Models: Jenseits klassischer LLMs - Anastasia Hort
LLMs haben in wenigen Jahren unsere Art zu arbeiten, zu programmieren und zu kommunizieren grundlegend verändert. Während manche sie skeptisch betrachten und andere sie nahezu vergöttern, suchen viele nach Wegen, ihr Potenzial effizient auszuschöpfen.
Doch klassische Transformer-Modelle stoßen zunehmend an ihre Grenzen: Die quadratische Komplexität der Attention und der speicherintensive KV-Cache machen die Verarbeitung langer Sequenzen extrem kostspielig.
Was wäre, wenn neuronale Netze so flexibel wie biologische Systeme und zugleich so effizient wie klassische Differentialgleichungen sein könnten? In diesem Vortrag werfen wir einen Blick auf eine neue Modellgeneration: Liquid Foundation Models (LFMs). Wir analysieren den Paradigmenwechsel von statischen Gewichten hin zu dynamischen, zeitkontinuierlichen Systemen.
Domain-Driven Architecture - Stefan Priebsch
Häufig entsteht Architektur sehr früh durch technologische Entscheidungen, etwa durch die Wahl von Frameworks, Architekturstilen oder Deployment-Modellen. Doch was wäre, wenn wir diesen Prozess umkehren würden? Wenn Architektur lediglich aus den Qualitätseigenschaften eines Systems hervorgeht und sich evolutionär weiterentwickelt?
In diesem Vortrag wird Domain-Driven Architecture vorgestellt, ein neues, leichtgewichtiges Vorgehensmodell. Es ist von Domain-Driven Design inspiriert und dessen Prinzipien werden gezielt auf architektonische Entscheidungsprozesse übertragen. Dabei steht nicht nur die Modellierung im Vordergrund, sondern die bewusste Gestaltung einer langlebigen Architektur mit kurzlebigen Implementierungen, die sich anhand konkreter Schwellenwerte weiterentwickeln. Anhand realer Projektbeispiele lernen wir, wie das in der Praxis funktioniert. So entsteht eine Architektur, die gezielte und kontrollierte Veränderungen ermöglicht, ohne durch technologische Festlegungen frühzeitig eingeschränkt zu werden.
Der Vortrag richtet sich an alle, die Architektur als evolutive Disziplin verstehen wollen, also als etwas, das bewusst entworfen, kontinuierlich bewertet und weiterentwickelt wird, während sich Domäne und Anforderungen stetig verändern.
*** Unsere Speaker ***
Anastasia Hort ist Software Engineer bei QAware. In ihrer Masterarbeit beschäftigte sie sich mit Data Science und vertiefte dabei ihr Interesse an datengetriebenen Methoden und Machine Learning. Besonders fasziniert sie, wie Modellierung und Algorithmen helfen können, Ordnung in komplexe, unsichere Systeme zu bringen. In ihrer Freizeit näht sie gerne und liebt es, aus einem simplen Stoffstück mit Kreativität und eigenen Ideen etwas Einzigartiges zu erschaffen.
Stefan Priebsch ist Berater für Software-Erfolg. Mit über 30 Jahren Erfahrung als Berater, Coach, Trainer, Universitätsdozent und Keynote-Speaker hilft er Unternehmen dabei, komplexe Software in vorhersehbaren Geschäftswert umzuwandeln.
Er hat einen Abschluss in Informatik, ist Erfinder von zwei Patenten und Autor mehrerer Fachbücher. Er hält regelmäßig Vorträge auf internationalen Konferenzen, wo er konventionelles Denken hinterfragt und Unternehmen dabei hilft, nachhaltige, weiterentwickelbare Systeme aufzubauen.
Stefan ist bekannt dafür, architektonische Klarheit mit geschäftlicher Wirkung zu verbinden. Dabei konzentriert er sich auf Softwarearchitektur, domänengetriebenes Design und entscheidungsorientierte Transformation, um Technologie mit strategischen Zielen in Einklang zu bringen.
