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Das Institut:
Tätig ist das Institut zunächst vor allem in kognitions- und neurowissenschaftlichen Themenfeldern, aber auch darüber hinaus im Nachdenken über Wissenschaft, Philosophie und dem Transfer in sozialverträgliche Praxis. Weltanschauliche Fragen werden von einer eigenen Akademie aufgegriffen und im gleichen Sinne als Diskurs zwischen Expert(inn)en und aufgeschlossenen Laien bzw. Kolleginnen und Kollegen aus anderen Fachrichtungen diskutiert.

Bei den unterschiedlichen Veranstaltungs-Formaten treffen Sie auf kluge Köpfe – das Kortizes-Team und viele Referentinnen und Referenten.

Symposien
Vortragsreihen (teilweise online)
Humanistischer Salon 
Science meets Comedy 
Weltanschauungsdialog 
Kortizes macht mit

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  • €10.00
    Die Welt im Kopf

    Die Welt im Kopf

    Nicolaus Copernicus Planetarium Nürnberg, Am Plärrer 41, Nürnberg, DE

    Vortragsreihe »Vom Reiz der Sinne – Wahrnehmung und Gehirn« | 2026

    Die Welt im Kopf
    Wie das Gehirn Realität erschafft und was die Sinne dazu beitragen

    Vortrag von Prof. Dr. Christian Alzheimer

    Wenn in der kanadischen Wildnis ein morsch gewordener Baumriese umfällt, tut es einen mächtigen Knall. Oder nicht? Braucht es nicht einen Wanderer in der Nähe, in dessen Gehirn die vom Ohr aufgenommenen Schallwellen erst als Knall hörbar werden? Ist der Wanderer allerdings gerade auf der Flucht vor einem aufgebrachten Grizzly, kann es gut sein, dass er von dem umfallenden Baum gar nichts mitbekommt. Hat es dann keinen Knall gegeben? Mischt unser Wanderer nach überstandener Gefahr abends noch ein paar Magic Mushrooms in sein Essen, mag er zu seinem Erstaunen erleben, wie Grizzlybären fröhlich um sein Lagerfeuer tanzen.

    Die Streiflichter aus den kanadischen Wäldern sollen veranschaulichen, worum es in dem Vortrag geht, nämlich um die Sinne als Mittler zwischen der Welt draußen und der Welt drinnen (also der in unserem Kopf) – und die Frage, inwieweit wir ihnen trauen dürfen.

    Typischerweise stellen wir uns die Bewusstwerdung eines Sinneseindrucks so vor, dass der Weg vom Sinnesorgan über verschiedene Zwischenstationen zur Hirnrinde führt (»bottom-up«). Tatsächlich unterliegt dieser Prozess aber zugleich »top-down«-Einflüssen. Unsere individuell erworbenen Erfahrungen und Einsichten darüber, wie die Welt um uns herum beschaffen ist, erzeugen Vorannahmen darüber, was ein neuer Reiz am ehesten bedeuten könnte. Noch während der Verarbeitung des aktuellen Reizmusters zu einer bewussten Wahrnehmung werden durch Top-down-Prozesse dazu passende Erinnerungen aktiviert und nach Übereinstimmungen mit früheren Erfahrungen überprüft. Es kommt dabei zu einer Auswahl, Organisation und Interpretation von Sinnesdaten, abhängig von externen Faktoren wie dem Kontext der Reizdarbietung (einschließlich des Konsums bewusstseinsverändernder Drogen) und internen Faktoren wie Aufmerksamkeit, Motivation, Erwartung, Vorwissen und Stimmungslage. Die Sinnessysteme liefern also kein 1:1-Abbild der Realität. Die Welt im Kopf beruht vielmehr auf einer durchaus fehleranfälligen und unvollständigen Rekonstruktion der äußeren Welt. Zauberer und Illusionisten wissen das für ihre Tricks zu nutzen.

    Anmeldung über Bildungszentrum Nürnberg; Eintritt: € 10,00 (bzw. € 6,50 ermäßigt, für Kortizes-Förderkreis sowie Schüler/Studierende).
    Kurs Nr. 00922 (Gesamtreihe buchbar unter Kurs Nr. 00920)

    Bildquelle: Unsplash rFS8xQqQKg4 Joe Dudeck / Photodisc Object Series

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    3 attendees
  • €10.00
    Physische Realität des Psychischen?

    Physische Realität des Psychischen?

    Nicolaus Copernicus Planetarium Nürnberg, Am Plärrer 41, Nürnberg, DE

    Vortragsreihe »Vom Reiz der Sinne – Wahrnehmung und Gehirn« | 2026

    Physische Realität des Psychischen?
    Hirnforschung und weltanschauliche Konsequenzen

    Vortrag von PD Dr. Christian Hoppe

    Die Unmöglichkeit einer Hirntransplantation zeigt, dass wir unsere Gehirne nicht in der Weise »haben« wie die anderen Organe. Womit genau in unserem Gehirn aber sind wir als erlebnisfähige Subjekte identisch? Die Vermutung ist: mit einem Teil der Informationsverarbeitung, die beim Menschen über ca. 100 Billionen Synapsen physisch realisiert wird. Wir kennen heute die Wechselwirkungen, die alle beobachtbaren Veränderungen in der Welt erklären (elektromagnetische Kraft, starke und schwache Kernkraft sowie Gravitation); dem Psychischen kommt keine eigene Kausalität in der Welt zu – weswegen es auch nicht beobachtet werden kann. Es ist daher hochproblematisch, z.B. von Hirnprozessen zu sprechen, »aus denen das Psychische emergiert« oder »die dem Psychischen zugrunde liegen« oder »die mit dem Psychischen korrelieren«. Eher weist ein Teil der neurophysiologisch realisierten Informationsverarbeitung unter bestimmten Voraussetzungen eine Innenseite auf, die ausschließlich demjenigen zugänglich ist, in dessen Gehirn diese Prozesse ablaufen. Diese Person erlebt dann die Informationsverarbeitung (Außensicht) in Form ihrer phänomenalen, subjektiven Welt (Innensicht) – eine Welt, die am seidenen Faden intakter Hirnfunktionen hängt. Was immer auch menschliches Verhalten noch anderes sein mag: Die Anerkennung der Gültigkeit der Physik für dasjenige, was an unserem Verhalten unstrittig physischer Natur ist, hat bereits weitreichende weltanschauliche Konsequenzen.

    Anmeldung über Bildungszentrum Nürnberg; Eintritt: € 10,00 (bzw. € 6,50 ermäßigt, für Kortizes-Förderkreis sowie Schüler/Studierende).
    Kurs Nr. 00923 (Gesamtreihe buchbar unter Kurs Nr. 00920)

    Bildquelle: Kortizes/Adobe Express KI

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    2 attendees
  • €10.00
    Gehirn und KI - Bald nicht mehr zu unterscheiden?

    Gehirn und KI - Bald nicht mehr zu unterscheiden?

    Nicolaus Copernicus Planetarium Nürnberg, Am Plärrer 41, Nürnberg, DE

    Vortragsreihe »Vom Reiz der Sinne – Wahrnehmung und Gehirn« | 2026

    Gehirn und KI
    Bald nicht mehr zu unterscheiden?

    Vortrag von Prof. Dr. Katrin Amunts

    Die Begriffe »künstliche neuronale Netze« und »künstliche Intelligenz« lassen aufgrund ihrer Ähnlichkeit eine Verbindung zu dem vermuten, was wir über das menschliche Gehirn und Verhalten wissen. Tatsächlich sind die Erfolge, die bei der Anwendung von KI erzielt wurden, beeindruckend und manchmal nicht von menschlichen Leistungen zu unterscheiden, wie die Ergebnisse moderner KI-Assistenten zeigen. Aber bedeutet dies auch, dass Neuronen in künstlichen Netzen ähnlich wie in natürlichen Netzen strukturiert und angeordnet sind und daher auch ähnlich funktionieren?

    Die komplexe Architektur von Nervenzellen und ihren Verbindungen fasziniert Wissenschaftler seit mehr als 100 Jahren und hat das Zeitalter des Brain Mapping eingeläutet. Mit Hilfe von KI ist es nun möglich, diese Karten bis auf die Ebene einzelner Zellen zu verfeinern und sie mit ihrer Verbindungsstruktur und ihren molekularen Eigenschaften in einen räumlichen Kontext zu stellen. Dieser Ansatz ermöglicht es, völlig neue Forschungsfragen über verschiedene Skalen hinweg zu stellen und Struktur-Funktions-Beziehungen zu untersuchen, was neue Einblicke in die Komplexität des Gehirns liefert.

    Anmeldung über Bildungszentrum Nürnberg; Eintritt: € 10,00 (bzw. € 6,50 ermäßigt, für Kortizes-Förderkreis sowie Schüler/Studierende).
    Kurs Nr. 00924 (Gesamtreihe buchbar unter Kurs Nr. 00920)

    Bildquelle: Flickr Creative Commons / UCSB Action Lab West, Matthew Cieslak (CC BY-NC 2.0) [https://www.flickr.com/photos/nihgov/35121596195]

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    2 attendees
  • €12.00
    Das flexible Gehirn

    Das flexible Gehirn

    Bürgerzentrum Villa Leon, Philipp-Körber-Weg 1, Nürnberg, DE

    brainWEEK 2026
    Humanistischer Salon 2025/26
    »Kasino der forschen Rede«

    Das flexible Gehirn
    Astrozyten und ihre Rolle bei der neuronalen Plastizität

    Vortrag von Prof. Dr. Ruth Beckervordersandforth; Moderation: Helmut Fink; Klaviermusik: Claus Gebert

    Gehirnplastizität ist die Möglichkeit des Gehirns, auf neue Eindrücke und Erlebnisse aus der Umwelt zu reagieren. Lange Zeit ging man davon aus, dass die Plastizität vorwiegend von Neuronen gesteuert wird, jedoch deuten neueste Daten auf eine aktive Beteiligung von Astrozyten hin. Astrozyten gehören zur Klasse der Makroglia und spielen eine zentrale Rolle in der Entstehung, Erhaltung und Plastizität von neuralen Schaltkreisen. Als zellulärer Bestandteil der Blut-Hirn-Schranke regulieren Astrozyten Wasser- und Ionenhomöostase, sowie die Versorgung der Nervenzellen mit Nährstoffen. Die aktuelle Forschung liefert überzeugende Beweise dafür, dass Astrozyten an den meisten bekannten Gehirnerkrankungen beteiligt sind, darunter Neuroentwicklungs-, neuropsychiatrische, neurodegenerative sowie immunologische Erkrankungen. Das Ziel meiner Forschung ist es, die Rolle der Astrozyten in der Plastizität im erwachsenen Gehirn zu verstehen. Diese Erkenntnisse sind wichtig, sowohl zum holistischen Verständnis von Gehirnphysiologie, als auch um das Potenzial der Astrozyten für die Entwicklung neuer Therapiemöglichkeiten zu nutzen.

    Eintritt: € 12,00 (ermäßigt: € 9,00; für Studierende) zzgl. Getränke und Verzehr. Nur Tageskasse, keine Voranmeldung. Die Zahl der Plätze ist begrenzt, Einlass in der Reihenfolge des Erscheinens. Warme und kalte Getränke sowie kleinere Frühstückshappen können vor Ort hinzugebucht werden. Programmablauf: 11:00 Uhr: Beginn mit Klaviermusik; 11:15 Uhr: Beginn des Vortrags / der Diskussion; ca. 12:15 Uhr: Pause mit Klaviermusik; 14:00 Uhr: Ende mit Klaviermusik.

    Bildquelle: Kortizes

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    2 attendees

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