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Details

16.00 Kochen
17.15 Essen
19.00 privat Film anschauen
21.15 Besprechung

Handlung des Films:

Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt der Film „The Best of Enemies“ (2019, 133 Minuten), Drehbuch und Regie: Robert Bisell) davon, wie ein friedliches Zusammenleben in Gang gesetzt werden kann. Das kann sogar dann gelingen, wenn das Fühlen und Denken von Menschen durch jahrelang gefestigte Vorurteile, Hass, Drohungen, Unterdrückung, Ausschluss, rohe Gewalt und andere schwerste Irritationen eingeengt und fehlgeleitet ist. Notwendig ist mindestens ein Mensch, der innerlich sicher ist, dass man nicht kleinmütig leben muss, sondern andere für eine reichhaltigere Sicht auf das Leben gewinnen kann im Wissen, dass Menschen nicht bösartig sind, sondern uninformiert, wenn sie ablehnend gegenüber anderen, verbohrt und selbstbezogen eingeschränkt leben (müssen). Mindestens einer muss klar darin sein, dass Menschen sich dann verständigen können, wenn ihre Sichtweise gehört, sie in ihrer Weltsicht ernst genommen werden, sich die unterschiedlichsten Menschen persönlich kennenlernen und gemeinsam überlegen können, wie Lösungen möglich werden.

Im Film geht es darum, wie nach und nach eine scheinbar unmögliche Freundschaft entsteht zwischen zwei Menschen, die die eigene Hautfarbe als höherwertig ansehen und einen - auch gewalttätigen Kampf - gegen andershäutige Menschen befürworten und unterstützen: Die Black-Power- Vertreterin Ann Atwater und der Chef des örtlichen Ku-Klux-Klan, C.P. Ellis in Durban im ehemaligen Sklavenstaat North Carolina.

Ein sogenanntes Charette-Verfahren führte dazu, dass sie sich persönlich kennenlernen mussten. In einem Charrette-Verfahren analysieren die Stadtbehörden unter Anleitung eines Moderators zusammen mit Bürgern mehrere Tage lang ein Problem ganz offen und alle zusammen schlagen Lösungen vor. 1971 ging es in Durham darum, wo die schwarzen Schüler einer – ausgebrannten - Volksschule untergebracht werden können, denn viele Weisse wollten keine schwarzen Kinder in der weissen Schule – auch mit «guten» Gründen, denn die schwarzen Schüler waren in ihren Leistungen weit zurück.

Nach und nach entstand bei vielen ein Verständnis dafür, was die anderen antreibt, was ihnen am Herzen liegt und welche Motivationen hinter ihrem - auch aggressivem und konfrontativem - Auftreten liegen. Es wird auch das Selbstverständliche deutlich, dass bei gleicher Hautfarbe jeder Einzelne einen eigene Lebenssituation führt und einer eigenen Lebenslogik folgt. Es wird immer klarer, dass der Klu-Klux-Klan Führer C.P. Ellis in dieser Organisation einen Halt gefunden und den Wunsch bestätigt erhalten hat, Teil von etwas Bedeutsamem und Höherem zu sein, das mehr Bedeutung hat als sein kleineres individuelles Leben. Dafür bekommt er scheinbar Anerkennung von einigen sogenannt wichtigen Personen in der Stadt und fühlt sich dieser Kampfgemeinschaft zugehörig. Er setzt dafür sein Leben ein und nimmt in Kauf, sogar die eigene Familie zu vernachlässigen.

Dabei stellt sich generell die Frage, ob wir Menschen uns nicht wichtig und anerkannt genug fühlen, weil wir nicht vorbereitet sind, uns in unserem Leben mit anderen zusammen bedeutsam fühlen zu können. und die gemeinschaftliche und zu wenig in den ersten Lebensjahren in die Lage gesetzt wurde. Was braucht es, das Leben mit anderen zusammen selbstbestimmt ausweiten zu können und dem Leben dadurch einen Sinn zu geben, dass man sich friedlich und aufeinander bezogen ein gleichwertiges Gemeinschaftsleben aufbaut?

Im Film wird gleichzeitig immer deutlicher, dass jede Familie jeglicher Hautfarbe das beste für ihre Kinder will und dabei jeweils Sorgen hat, wie sie gut ins Leben eingeführt werden. Das Gefühl füreinander ermöglicht es, Interesse aneinander zu entwickeln.

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