Thu, Nov 19 · 7:00 PM CET
Der Dokumentarfilm „Vivi - I'm Alive" (25:50 Minuten) ist ein Porträt von Vivi Luisa Charlotta Haggren, einer 52-jährigen Frau.
Sie wurde 1974 von einem schwedischen Paar adoptiert.
Doch die Adoption hat sich als unrechtmäßig erwiesen.
💔Eltern wie Adoptivkind wurde klar: Viví ist eines der 20.000 bis zu 50.000 Babys und Kinder, die in Chile während der Pinochet-Diktatur (1973–1990) ihren Müttern unter Vorspiegelung falscher Gründe systematisch weggenommen und zur Adoption – oft ins Ausland – freigegeben wurden.
🎤„Ich möchte mehr über meine Herkunft und meine Wurzeln erfahren. Das ist mir jetzt, nachdem meine Adoptiveltern verstorben sind, noch wichtiger geworden.
Die gemeinsame Arbeit an diesem Film mit meinem Vater und Esperanza bedeutet mir sehr viel. Ich möchte vermitteln, wie es für mich war, in Schweden adoptiert zu werden. Ich möchte zeigen, wie es ist, mit Rassismus, Unsicherheit, Freude, Trauer und Liebe konfrontiert zu sein. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass dies meine persönliche Perspektive ist.(…).“
Vivi Luisa Charlotta Haggren, Protagonistin
🎬Esperanza Rivera Vollmer, Filmproduzentin
„Der Verein frau-kunst-politik e.V. ist die perfekte Brücke, um das Thema der irregulären Adoptionen in Chile, über das zu lange geschwiegen wurde, einem deutschen Publikum näherzubringen. Der Film ist ein künstlerisch gestaltetes Zeitdokument über Machtmissbrauch, Menschenrechtsverletzungen und die langfristigen Folgen für eine Frau mit schwedischer Identität auf der Suche nach ihren indigenen Wurzeln und ihrer biologischen Mutter, die sie höchstwahrscheinlich nicht freiwillig abgegeben hat. Für ein deutsches Publikum eröffnet der Film Einsichten in koloniale Machtasymmetrien und in aktuelle Debatten über Erinnerung, Verantwortung und Aufarbeitung, die vor allem in unseren Zeiten brandaktuell sind.
(Bildcredits: Lena Graef)
🎬Lisa Gauffin Dahlin ist eine schwedische Menschenrechtsanwältin und Mitarbeiterin von Amnesty International. Seit 2020 bei Chileadoption.se tätig, wo sie sich mit rechtlichen, politischen und übersetzungstechnischen Fragen befasst, um aus Chile adoptierte Menschen bei ihrer Suche nach Identität und Gerechtigkeit zu unterstützen. Sie ist auch Komponistin des Songs „Imperdonable“, der die Geschichte einer getrennten Mutter und ihres Kindes erzählt und den Schmerz derjenigen widerspiegelt, denen ihre Kinder weggenommen wurden. 👉🏽 Mehr: frau-kunst-politik.de