Vortrag und Stammtisch der gbs & GWUP
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Antinatalismus
Ein Vortrag von Dr. phil. Karim Akerma.
Kooperation, Nächstenliebe und Mitleid waren schon immer wichtige Faktoren in der Geschichte. In der bisherigen Geschichte haben Menschen viel Gutes füreinander getan. Zugleich fügten Menschen anderen Menschen unsägliches Leid zu: von Intrigen bis hin zu Kriegen und Genoziden.
In letzter Zeit mehren sich besorgte Stimmen, die meinen, dass die Menschheit aufgrund global abnehmender Geburtenraten mittelfristig vom Verschwinden bedroht ist. Wäre ein solches Aussterben der Menschheit zu bedauern oder zu begrüßen? Was spricht für den Fortbestand der Menschheit? Ist es für die „Ungeborenen“ ein Nachteil, nicht zur Welt zu kommen?
Der Antinatalismus ist eine Moraltheorie, die dafür plädiert, keine weiteren Menschen hervorzubringen, weil das Glück, das viele Menschen zeitweilig erleben, nicht das Leid kompensieren kann, das andere Menschen erlebt haben, erleben oder erleben müssen, wenn weiterhin Menschen hervorgebracht werden.
