Wed, Nov 11 · 6:30 PM CET
Agenten schreiben Code, installieren Werkzeuge und greifen auf Dateien, Browser und Cookies zu. Das verändert spürbar, wie sich ein Arbeitstag in der Softwareentwicklung anfühlt. Was lernt man, wenn man wirklich täglich mit Coding Agents arbeitet? Und wie behält man die Kontrolle, wenn sie immer weitreichendere Rechte bekommen?
Bei dieser Ausgabe der INNOQ Technology Night nähern wir uns dem Thema aus zwei Perspektiven: Max Trense, Chief Architect bei sevDesk , berichtet aus mehr als einem Jahr KI-nativer Softwareentwicklung. Michael Krämer (INNOQ) zeigt anschließend, wie sich Coding Agents mit MicroVMs und anderen Methoden isolieren lassen, damit Ihr sie ohne Bedenken arbeiten lassen könnt.
Der erste Vortrag startet um 19:00 Uhr. Im Anschluss bleibt Zeit für Austausch bei Snacks und Getränken. Wir freuen uns auf Euch.
18:30 | Doors open, Networking, Snacks und Getränke
19:00 | „10 Dinge, die ich über Agentic Coding gelernt habe (manche davon auf die harte Tour)“ mit Max Trense (sevDesk)
19:45 | Kurze Pause
20:00 | „Trust, but Sandbox 2.0: Agenten sicher nutzen mit MicroVMs“ mit Michael Krämer (INNOQ)
20:45 | Networking
Die Talks:
„10 Dinge, die ich über Agentic Coding gelernt habe (manche davon auf die harte Tour)“ Max Trense, sevDesk
Agentic-Coding-Tools haben verändert, wie sich ein Arbeitstag in der Softwareentwicklung anfühlt. Das Versprechen lautet „einfach delegieren“. In der Realität kommen neue Fähigkeiten, neue Fehlerquellen und ein paar unbequeme Wahrheiten über die Teile unseres Jobs dazu, von denen wir nicht wussten, dass wir sie mögen.
Der Vortrag ist ein Erfahrungsbericht aus mehr als einem Jahr KI-nativer Softwareentwicklung: praxisnah, mit klarer Meinung und ohne Wundermittel. Max erklärt, warum man mit einer kopierten Skill-Datei ein Artefakt bekommt, das man nicht versteht. Er zeigt, wie die Aufmerksamkeit über eine lange Session nachlässt, bis der Agent bereitwillig zustimmt, dass der Himmel rot ist. Und er erklärt, warum ein guter Harness schwerer zu bauen und schwerer wieder loszuwerden ist als gedacht. Außerdem geht es um die drei Zutaten für schlechten Kontext, um Reviews, die schneller zum Flaschenhals werden als erwartet, und darum, warum Demos mehr taugen als Diffs, wenn eine Maschine den Code geschrieben hat. Nebenbei erfahrt Ihr, wie Ihr Euer Produkt für die Agenten Eurer Nutzer:innen verständlich macht und wie die Session-Amnesie vom Bug zum Feature wird.
Wenn Du Claude Code, Cursor, Copilot oder Ähnliches länger als ein Wochenende genutzt hast und danach gleichzeitig beeindruckt und ein wenig beunruhigt warst, ist dieser Talk für Dich. Bring gern Deine eigenen Geschichten aus der Praxis mit.
Über Max:
Max Trense ist Chief Architect bei sevDesk. Er arbeitet KI-nativ und sammelt dabei Erfahrungen mit Coding Agents im Engineering-Alltag.
„Trust, but Sandbox 2.0: Agenten sicher nutzen mit MicroVMs“
Michael Krämer, INNOQ
Agenten werden autonomer, arbeiten selbstständiger und bekommen immer weitreichendere Rechte. Sie installieren sich Werkzeuge, wann immer sie sie brauchen, greifen auf alle Dateien im System zu, nutzen den Browser samt bestehender Cookies und vieles mehr. Wie lassen wir Agenten arbeiten und behalten trotzdem die Kontrolle?
Der Talk stellt mehr als drei Methoden zur Isolierung von Coding Agents vor und vergleicht ihre Vor- und Nachteile. Zunächst zeigt Michael, was ein lokaler Agent alles kann und welche Risiken damit einhergehen. In einer Live-Demo wird deutlich, wie einfach Sandboxing sein kann und wie gut es sich anfühlt, ohne Bedenken in den „YOLO-Modus“ zu wechseln und den Agenten an seinen Aufgaben arbeiten zu lassen. Zum Schluss geht es um praktische Features, die eine eigene Umgebung für Agenten bieten kann, und um die Frage, wie weit man beim Sandboxing allein mit Open Source kommt.
Über Michael:
Michael Krämer ist Softwarearchitekt bei INNOQ und hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Softwareentwicklung. Seine Schwerpunkte sind Agentic Software Engineering, die Integration von Machine Learning in produktive Softwarearchitekturen, Green Software Architecture und KI-gestützte Legacy-Modernisierung. Als Trainer gibt er außerdem Schulungen zu Softwarearchitektur.
Begrenzte Plätze: Bitte aktualisiert Eure Teilnahme, wenn etwas dazwischenkommt. Das erleichtert uns die Planung.